Karate beats Corona
Der erneute Lockdown in diesem Jahr – der wieder einmal auch den Breitensport trifft – zwingt alle Sportvereine neue Wege zu gehen, um die Vereinsmitglieder bei Laune zu halten. Wir, die Karateabteilung der TSG Mörse, nehmen die Herausforderung an und gehen mit unseren motivierten Karateka via Onlinetraining gemeinsam durch die Krise.

Bild: Onlinetraining Gerade in diesen schwierigen Corona-Zeiten ist es wichtig, den Körper und den Geist zu trainieren und Karate eben nicht nur in der Sporthalle (Dojo) auszuüben, um dadurch dem Weg des Karate Do weiter zu folgen. Deshalb bieten wir regelmäßig ein Onlinetraining für alle Karatebegeisterten Vereinsmitglieder an. Das erste Training fand am Dienstag, 24.11.2020, mit insgesamt 5 Teilnehmern statt.

Alexander Than stellt sich als Trainer den Herausforderungen der eingeschränkten Bewegungsfähigkeit aufgrund von Platzmangel in den heimischen 4-Wänden und passt das Training entsprechend an. Beim Karatetraining geht es ja nicht nur um Schnelligkeit und Härte, sondern vor allem um das korrekte Zusammenspiel von Anspannung und Entspannung aller beteiligten Muskeln beim Ausführen einer Technik. Jede Karatetechnik muss von der richtigen Ausatmung begleitet sein und je nach Technik werden auch unterschiedliche Muskelgruppen beansprucht. Allen Techniken gemein ist die maximale Anspannung im Endpunkt der Technik sowie ein tiefer Schwerpunkt für die Standfestigkeit. Genau diese Grundlagen eigenen sich wunderbar zum Üben in einem Onlinetraining . Bild: Alexander Than




Bild Onlinetraining
Nach knapp 1,5 Stunden haben wir uns verschwitzt und gut gelaunt voneinander verabschiedet und auch festgestellt, wie schön es ist sich wenigstens online zu sehen und auch austauschen zu können. Der Vorteil am Onlinetraining liegt darin, dass ein interaktives Training möglich ist und Alexander Than die Trainierenden sehen und verbessern kann. Techniken können in einzelne Sequenzen zerlegt und im Detail trainiert werden. So kann jeder für sich etwas aus dem Training mitnehmen und seine Fertigkeiten verbessern.Für ein Karatetraining unter Corona-Bedingungen braucht man also nicht viel: Einen Trainer, eine Internetverbindung und ein Smartphone/Tablet oder Laptop und ein wenig Platz in den eigenen 4-Wänden. Wir hoffen alle Karateka der TSG Mörse Karateabteilung mit unserer Begeisterung und Leidenschaft für das Karate Do ein wenig angesteckt zu haben und freuen uns auf die weiteren gemeinsamen Online Trainingseinheiten. 
Wir wünschen allen eine besinnliche Adventszeit.
 Bleibt gesund.
Bis bald,  Eure Annett und Euer Alexander Than 

Es ging zur „Sache“Herbstferien, was ist das? Die Karate Erwachsenen Gruppe scheute sich nicht auch in den Ferien zu trainieren, nach dem Motto „Jetzt erst Recht„. Und wie! Es ging zur Sache. Unsere Frauen zeigten es den Männern wie sie sich zur Wehr setzen können. Die Halle dampfte und es war für den Trainer eine wahre Freude seine Schützlinge so aktiv zu sehen. Faust- und Fußstöße galt es abzuwehren, Konter zu setzen und dabei immer kontrolliert zu bleiben. Das oberste Gebot heißt weder den Partner noch sich zu verletzen. Allen Karatekas machte das Partnertraining sichtlich Spaß. Vielleicht überzeugt das auch die letzten unentschlossenen Frauen Karate zu betreiben. Es wäre schön, wenn unsere Damen Zuwachs bekommen würden. „Trauen sie sich“!

Karate in Mörse, das Warten hat ein Ende!
Zwei lange Monate hatte Corona das öffentliche Leben in seinem Griff. Jegliche Aktivitäten im Sportverein waren nicht möglich, was blieb war Bewegung in Wald und Flur. Auch die TSG Mörse musste sich den Maßnahmen beugen, an Karate Training war nicht zu denken. Die Erwachsenen konnten sich durch ihre berufliche Tätigkeit ablenken, doch was war mit den Kindern? Keine Schule, kein Treffen mit Freunden, kein Karate Training. Die Zeit wurde lang und länger.
Wie groß war die Freude, als die ersten Lockerungsmaßnahmen bekannt gegeben wurden. Nach zwei Monaten ohne Karate kamen alle Kinder sofort zum ersten Training, und das nicht in der Halle, nein draußen auf dem Rasen. Da man noch ein wenig unsicher mit den hygienischen Vorgaben war, trainierten einige Kinder mit einer Gesichtsmaske, sicher ist sicher haben sie sich gedacht. Alles, Hauptsache wieder Training.

Die Erwachsenen zogen sofort nach, auch sie starteten ihre Einheit draußen auf dem Rasen. Das Wetter spielte mit, warme Temperaturen und kein Regen. So war der Spaß gleich wieder da. Alle waren glücklich wieder ihre Zukis und Geris machen zu können. So konnte man sich den vielen Spaziergängern im Mörser Gutspark präsentieren, mit dem Erfolg, dass die Karatesparte gleich neue Mitglieder begrüßen konnte. Herzlich willkommen.

 Es geht voran!
Nachdem die Karate Kids schon seit 1,5 Jahren regelmäßig Karate trainieren, ist jetzt auch das Erwachsenen Training angelaufen.  Mit Ingolf Pusch konnte die TSG einen Trainer gewinnen, der schon seit 48 Jahren seinen Gürtel bindet und vieles in seiner Karatelaufbahn erlebt hat. Als Aktiver trat er auf Landes- und Deutschen Meisterschaften an. Außerdem nahm er an internationalen Turnieren teil. Die Reisen führten nach England, Tschechien, USA und Südafrika. Als Betreuer coachte er einen Sportler bei der Südamerikanischen Meisterschaft in Buenos Aires zum Meister.Seit Anfang November begrüßt Ingolf drei Karatesportler um sie in die „Geheimnisse“ des Karatesports einzuführen. Dabei ist es zur Zeit leider nur ein Anfänger, aber das schöne ist, dass auch zwei langjährige Karateka in der Halle begrüßt werden konnten. Dabei handelt es sich um einen Sportler, der 40 Jahre mit diesem wunderbaren Sport ausgesetzt hatte. Schon nach der ersten gemeinsamen Einheit war der Spaß sofort wieder da. Das lag sicher auch an dem Trainer. Schließlich haben Willi und Ingolf schon in den 70er Jahren gemeinsam in der Halle viel Schweiß gelassen. Es zeigt sich, dass Karate wirklich lebensbegleitend ist. Der zweite erfahrene Karateka ist eine Frau! Mit Brigitte haben wir einen echten Schwarzgurt an Land ziehen können. Auch sie stand jahrelang bei Ingolf im Training. Es zeigt sich, dass Karate auch eine große Verbundenheit darstellt. Allein diese beiden „alten“ Hasen müssten Motivation genug sein, um gemeinsam in der Halle Karate zu erlernen.Oft wird die Frage gestellt: „ Bin ich nicht schon zu alt für den Sport?“Darauf gibt es eine klare Antwort: „Nein“.Ingolfs Training ist so ausgelegt, dass jeder, egal wie alt, seinen Spaß beim Training haben wird. Eben lebensbegleitend.Natürlich wird es nicht nur ein reines Karatetraining bleiben. Wenn alle Teilnehmer wieder auf einen guten Fitnesstand sind, wird auch schon einmal über den „Tellerrand„ hinaus geschaut. Ziel ist es dann, Techniken für die reine Selbstverteidigung zu erlernen. Diese werden auf Grundlage der elf Meridiane mit seinen Druckpunkten vermittelt.Hört sich spannend an, ist es auch. Ingolfs Motto ist, jeder der nach dem Training durch die Hallentür raus geht, muss etwas Wissen mit nach Hause nehmen.Wir hoffen mit diesem Artikel eine große Neugier geweckt zu haben. Alle Erwachsenen ab 16 Jahre sind herzlich willkommen im Clubraum der TSG Mörse Karate zu erlernen

Die Mühe im Training hat sich gelohnt, gestern bestanden 15 Kinder und Erwachsene ihre nächste Gürtelprüfung! Nachdem sich alle Prüflinge die letzten Monate in schweißtreibenden Trainingseinheiten durch die verschiedenen Formen des Shotokan Karate „geboxt“ hatten, ob im Kihon, Kata oder Kumite, war gestern der Tag um das Erlernte vorführen zu können. Vor den Augen des Prüfers Ingolf Pusch zeigten alle Prüflinge, dass sich die Zeit der Vorbereitung in der Halle gelohnt hat. Mit viel Disziplin, Konzentration und Willen machten die Kinder ihre Zukis (Fauststöße); Geris (Fußstöße) und Ukes (Abwehrtechniken). Dazu lautstarke Kiais. So ist es eben beim Karate, in der Halle darf auch geschrien werden! Beim Partnertraining konnte jeder Angreifer seinem Gegenüber zeigen, wer der bessere Kämpfer ist. Der Verteidiger ließ sich dabei nicht beeindrucken und wehrte die Techniken sauber ab. Alles unter Kontrolle. Nach 1,5 Stunden war es dann endlich soweit, die Urkunden waren geschrieben und die Prüflinge hatten ihre nächste Gürtelstufe erreicht. Herzlichen Glückwunsch.

 

Seit zwei Jahren bietet die TSG Mörse den Karate Sport an. Die Resonanz beim Start war gerade im Kinder- und Jugendbereich überwältigend. Das wurde nicht erwartet, ist doch die Zeit der Bruce Lee Filme schon lange vorbei. Aber, und das macht es ganz deutlich, der Bedarf an körperlicher Bewegung in der heutigen Zeit ist mehr als notwendig. Und nicht nur das, auch der Umgang mit Menschen in der Gruppe ist für uns als Sportverein ein großes Ziel. Wir versuchen Menschen zusammen zu bringen, und das ist uns im Karate gelungen.Im Kinder- und Jugendbereich haben wir einen Anteil von Trainierenden mit Migrationshintergrund von vierzig Prozent. Kinder, denen es nicht leicht viel ihre Heimat zu verlassen. In der TSG Mörse fanden sie Menschen, die die gleichen sportlichen Interessen hatten wie sie. So fiel es dem Trainer leicht, die Kinder zu integrieren, ihnen Spaß am Training zu vermitteln, da zu sein für alle kleinen und großen Probleme. Alle Kinder fühlen sich wohl, egal ob klein oder groß, blond oder schwarz, deutsch oder nicht deutsch. Es gibt keine Unterschiede. Es kommen ganze Familien, bis zu vier Geschwisterkinder, Woche für Woche. Das nennen wir Integration! Rassismus hat bei uns keine Chance. Die Kinder lernen schnell, sind wissbegierig und klug. Karatetechniken werden zügig umgesetzt. Die nächste Gürtelprüfung wartet schon, da sind natürlich alle aufgeregt und sehr gespannt. Der Erfolg wird sich bei dem Fleiß mit absoluter Sicherheit einstellen.Integration, soziales Engagement, das sind primäre Aufgaben eines Sportvereins. Die TSG Mörse hat sich der Herausforderung gestellt und einen guten Beitrag dazu geleistet. Wir wünschen uns, dass wir darüber noch mehr Menschen ansprechen und begeistern können bei uns in den Verein zu kommen und Karate zu betreiben. Und nicht nur das! Die TSG Mörse bietet auch andere Sportarten an. 

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